© 2018 by marcus möller / bummklack e.K. 

fotos: alfred jansen / me@alfredjansen.com, stefan emmerich, marcus möller

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bummklack technik

manchmal braucht es eben einfach nur "bumm" und "klack"!

 

das bummklack besteht aus einer eigens hergestellten, dünnen basisplatte, die aus kreuzverleimten schichtholz ("tischlerplatte") hergestellt ist. in diese ist sehr präzise je eine 14 zoll und eine 10 zoll grosse aussparung gesägt worden, in die wiederrum zwei dünne amerikanische maple (ahorn) kessel eingelassen sind. 

für die snaredrum gibt es sechs, für die bassdrum acht stimmschrauben, die in stimmhülsen greifen, die rundherum in die basisplatte eingearbeitet sind. für die snareseite gibt es natürlich ein resonanzfell, dort (links) sind entsprechend doppelt so viele stimmhülsen verbaut. es gibt also keinerlei böckchen, die stimmschrauben drehen sich in die platte. die bassdrumseite ist aus soundtechnischen- und gewichtsersparnisgründen ohne resonanzfell - wie ein concerttom - ausgeführt.

desweiteren gibt es eine normale snareabhebung, die einen 10 zoll snareteppich spannt bzw löst / festzieht. auch die abhebung ist direkt an die grundplatte bzw den keller kessel montiert und voll verstellbar.

das bummklack hat ausserdem eine vierfache verstellbarkeit in der längsachse, das heißt, kleinere spieler können das bummklack etwas näher zu sich ran holen und größere etwas weiter weg einstellen. dazu wird die halterung mit stabilen inbusschrauben in zentimeterschritten versetzt.

die beckenhalterung ist am oberen ende in den holzsteg eingelassen, der gleichzeitig als tragegriff fungiert. die metallhülse ist mit zweikomponentenleim in das holz eingeklebt und hält einen beckenstacker fest, der eigentlich dazu gedacht ist, ein kleineres becken über ein großes zu montieren - auf dem selben ständer.

unter dem schlagfell der bassdrumseite sitzt ein dämpfungsring, und ich habe mir mit klettband ein "cajon slap" (eigentlich ein cajon add on) zwischen die beiden trommeln geklebt, damit lassen sich gut hihat sounds imitieren - vor allem in leiseren lautstärken. alternativ lässt sich dort ein schellenelement oder sogar eine mini hihat (6 zoll becken) montieren.

 

die felle werden mit handelsüblichen holzspannreifen gestimmt. viel holz, wenig metall, das war die idee. das ganze ist konsequent reduziert auf minimales gewicht, maximale soundausbeute - und möglichst gutes aussehen. 

das bummklack lässt sich auf zwei arten spielen: mobil eingehängt in ein marchingtragegestell, und stationär auf einem handelsüblichen doppeltomständer. wenn zum beispiel klar ist, daß die band jetzt mal eine halbe stunde oder länger an einem ort bleibt, ist das für den rücken natürlich immer eine willkommene erleichterung. das bummklack wiegt ca 4 kg - nicht viel, aber durch die hebelwirkung auch nicht gerade federleicht. es läßt sich aber durch die bewegliche halterung während einer kurzen spielpause auch an den körper hochklappen. die umbauzeit tragegestell - ständer: 2 sekunden. bummklack abnehmen, auf den ständer stecken, fertig.

natürlich beeinflusst dieses minimal drum setup die spielweise ungemein, man spielt ja schließlich komplett ohne den einsatz der füsse. dadurch tun sich aber kreative möglichkeiten auf, stücke mal ganz anders zu spielen und zu orchestrieren, und in dieser beschränkung auf das absolut wesentliche liegt letztlich auch der große reiz. 

manchmal braucht es eben einfach nur "bumm" und "klack".